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Ausland

Medwedew über postsowjetische Phantomschmerzen und politische Leichen

23:10 02/09/2008
SOTSCHI, 02. September (RIA Novosti). Mit einprägsamen Metaphern erklärt Dmitri Medwedew, welche Aussichten Michail Saakaschwili als Gesprächspartner hat, wie die USA zum Kaukasus-Konflikt beitragen und warum einige postsowjetische Länder Angst vor Russland haben.

„Präsident Saakaschwili existiert für uns nicht, er ist eine politische Leiche. Wir sind aber bereit, die verschiedensten Fragen zu erörtern, darunter auch die Regelung nach dem Konflikt in dieser Region“, antwortete Medwedew am Dienstag auf die Frage des italienischen Fernsehsenders RAI, ob Russland an einer internationalen Konferenz teilnehmen würde, zu der auch der heutige georgische Staatschef komme.

In diesem Zusammenhang kritisierte Medwedew die Einstellung der USA zum Kaukasus-Konflikt: „In dieser Situation sollten unsere US-Partner aus meiner Sicht ihre Beziehungen zum Regime in Tiflis neu bewerten“.

Die US-Regierung habe Georgien aktiv geholfen, seine „Kriegsmaschine aufzubauen“, indem das Kaukasus-Land „mit Geld und Waffen vollgepumpt“ worden sei.

„Zu einem Zeitpunkt wurde Herrn Saakaschwili leider eine Carte Blanche, darunter für Militäraktionen, gegeben. In der Nacht zum 8. August lief das auf eine Aggression hinaus“, hieß es.

Medwedew kommentierte auch die Haltung jener Länder im postsowjetischen Raum, die sich von Russland gefährdet fühlen: „Was die baltischen Staaten anbetrifft, so werden sie von niemandem bedroht, haben aber anscheinend Phantomschmerzen. Deshalb befinden sich ihre politischen Eliten immer in einem leicht gereizten Zustand“.

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23:10 02/09/2008 Mit einprägsamen Metaphern erklärt Dmitri Medwedew, welche Aussichten Michail Saakaschwili als Gesprächspartner hat, wie die USA zum Kaukasus-Konflikt beitragen und warum einige postsowjetische Länder Angst vor Russland haben.>>

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