Ausland
Iran betreibt weiterhin Urananreicherung
Dies geht aus einem Bericht des Chefs der Internationalen Atomenergie Agentur (IAEO), Mohammed el-Baradei, hervor.
In dem Bericht heißt es, dass die Zahl der Zentrifugen für Urananreicherung seit Mai dieses Jahres vom 3300 auf 3820 gestiegen sei. Außerdem arbeite Iran an der Montage von weiteren 2000 Zentrifugen. Jedoch müsse Teheran einen langen Weg zurücklegen, wenn es eine Atombombe bauen wolle.
Die Regierung der Islamischen Republik reagiert auf diese Vorwürfe jedoch gelassen.
„Wir setzen unsere konstruktive Kooperation mit der IAEO fort, doch die Organisation muss ihre Vorgehensweise ändern und sich auf glaubwürdige Beweise berufen“, hieß es in der Mitteilung eines Vertreters der iranischen Regierung.
"Wir erwarten von der IAEO, dass dieses Gremium ein rechtlich begründetes Herangehen zeigt und sich nicht von einigen Großmächten, insbesondere von den USA, erpressen lässt, wie es schon in der Vergangenheit der Fall war", erklärte ein offizieller Sprecher des iranischen Außenministeriums am heutigen Montag.
Teheran hatte mehrmals geäußert, dass Iran rund 50 000 Zentrifugen brauche, um seine Atomkraftwerke mit Kernbrennstoff zu versorgen.
Die Sechsergruppe (die UN-Vetomächte plus Deutschland) fordert von Iran die Einstellung seiner Urananreicherung, die eine Bedrohung für die Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen darstelle. Teheran beschwört dagegen die Nutzung der Atomenergie für friedliche wirtschaftliche Ziele.

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