
KABUL, 20. Oktober (RIA Novosti). Afghanistans Verteidigungsministerium hat Meldungen dementiert, dass die Opfer des Taliban-Angriffs auf einen Bus nahe der Provinz Kandahar Soldaten waren.
Wie Generalleutnant Azimi, Sprecher des afghanischen Verteidigungsministeriums, mitteilte, "werden die Militärs nur auf dem Luftwege" und niemals mit Bussen verlegt.
Bei den Überfall auf den Bus, der laut unterschiedlichen Angaben am Freitag bzw. am Sonntag begangen wurde, töteten die Taliban-Kämpfer mehr als 30 Insassen eines Busses, der von der südlichen Provinz Gilmend nach Kandahar unterwegs war. Sechs Insassen wurden dabei die Köpfe abgeschnitten.
Der "Pressesekretär" der Taliban, Kari Yusuf Ahmadi, hatte zuvor erklärt, dass alle "hingerichteten" Passagiere in Zivil gekleidete Soldaten gewesen seien.
Wie die afghanischen Militärs ferner mitteilten, waren in der Provinz Kandahar vier namhafte Taliban-Feldkommandeure verhaftet worden. In den Provinzen Gilmend und Kunar töteten die afghanische Armee und die ISAF-Kräfte am Sonntag elf Taliban-Kämpfer. Fünf weitere wurden verletzt.
In den Kreisen Bach und Alisher ermordeten die Taliban am vergangenen Wochenende zwei Lehrer und zwei Schüler.
In der Provinz Ghazni überfielen Taliban-Einheiten eine ISAF-Versorgungskolonne. Dabei wurden sechs Lkw vernichtet. Bei einem ähnlichen Überfall in der Provinz Wardak wurden neuen Autos niedergebrannt.
Wie das afghanische Verteidigungsministerium mitteilte, wird die Behörde eine Kommission zur Ermittlung eines Nato-Bombenangriffs auf den Kreis Nad Ali in der Provinz Gilmend bilden, bei dem vermutlich 17 Zivilisten getötet wurden. Eine parallele ISAF-Ermittlung sei im Gange.
Afghanistans Gesundheitsministerium teilt indes mit, dass 16 Provinzen von einer Cholera-Seuche erfasst sind. 24 Kranke seien bereits gestorben.