Ausland
Planen USA und Georgien neuen Kaukasus-Krieg? - "RBC Daily"
Wie die Wirtschaftszeitung "RBC Daily" am Dienstag schreibt, liefert die US-Handelsflotte Waffen und Militärtechnik nach Georgien. Ein neuer Kaukasus-Krieg würde indes Grund für eine Aufnahme Georgiens und der Ukraine in die Nato liefern.
"Präsident George W. Bush hatte bereits im September, nach den bekannten Ereignissen in Georgien, den Auftrag erteilt, ein entsprechendes Memorandum vorzubereiten", teilte Benjamin Cheng, Sprecher des nationalen Sicherheitsrates der USA, mit.
"Die Regierung übernimmt die Versicherung der Kriegsrisiken für die Handelsschiffe, die in Kriegsgebieten kreuzen müssen, wenn sich die Versicherungsfirmen weigern, diesen Schiffen unter dem Hinweis auf die Kriegsrisiken die übliche Versicherung zu bieten. Wir machen kein Hehl aus unserer Unterstützung für die Regierung Georgiens und wollen die Entwicklung der Geschäftsbeziehungen zwischen Georgien und den USA stimulieren."
Experten verweisen in diesem Zusammenhang auf eine Reihe von bemerkenswerten zeitlichen Zusammenfällen. Die Nato-Außenminister erörtern am Dienstag in Brüssel die Perspektiven für die Aufnahme Georgiens und der Ukraine in die Nato, stellt die Zeitung fest. Laut der US-Außenamtschefin könnten Kiew und Tiflis ohne die sonst übliche Kandidatenzeit in die Allianz aufgenommen werden.
Hinzu kommen die Anweisung des ukrainischen Verteidigungsministers, Truppen von den westlichen Grenzen an die Grenzen Russlands zu verlegen, und die Vorbereitung eines Abkommens der Ukraine mit der Nato über den Transit von Nato-Truppen über das ukrainische Territorium.
Gewisse Überraschungen werden deshalb von den für den morgigen Mittwoch geplanten gemeinsamen Pressekonferenzen von Nato-Generalsekretärs Jaap de Hoop Scheffer mit den Präsidenten Georgiens und der Ukraine erwartet.
Der unerwiderte Beschuss Südossetiens von Georgien aus dauert inzwischen an. Während russische Panzer im Winter in den Gebirgspässen stecken zu bleiben drohen, könnte sich die georgische Armee der Versuchung hingeben, die Fehler vom Sommer zu korrigieren.
Dabei würde sie von US-Schiffen geschützt, deren Luftabwehr den Himmel über Georgien kontrolliert, und die ballistischen Raketen Moskau erreichen könnten.
Eine Neuauflage des Kaukasus-Krieges würde dann keinesfalls fünf Tage dauern. Russlands Verteidigungsministerium plant für die nächsten Tage einen Vertrag mit dem Alpinismus-Verband Russlands. Wie die Verbandssprecherin Anna Stoplowa mitteilte, sollen über 50 000 Militärangehörige auf Kampfhandlungen in der alpinen Landschaft getrimmt werden.

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