
TEHERAN, 08. Dezember (RIA Novosti). Iran ruft den designierten US-Präsidenten Barack Obama auf, die Politik gegenüber der islamischen Republik zu ändern.
"In den zurückliegenden Jahren wurde es offensichtlich, dass die Politik von ‚Brot und Peitsche' keine Wirkung auf Iran hat und zum Scheitern verurteilt ist", sagte der iranische Außenamtssprecher Hasan Ghashghavi am Montag in Teheran. "Wir erwarten, dass Barack Obama den Konfrontationskurs seines Amtsvorgängers durch eine Strategie der Zusammenarbeit ersetzt."
Ghashghavi betonte, Iran werde die von Washington geforderte Urananreicherung nicht einstellen. Die USA hätten es seit langem als Tatsache akzeptieren müssen, dass Iran die friedlichen Atomtechnologien im Griff habe, sagte der Diplomat.
Dennoch sei Teheran zum weiteren Dialog bereit, um die Besorgnisse der westlichen Staaten über sein Atomprogramm zu zerstreuen. Hierfür müsste der Westen jedoch das Recht Irans auf die zivile Atomenergie offiziell anerkennen.
Iran steht wegen seines Atomprogramms unter internationalem Druck. Die Vereinten Nationen befürchten, dass er heimlich an Atomwaffen baut, und fordern die Einstellung der Urananreicherung. Die Regierung in Teheran weist die Vorwürfe zurück und setzt die Urananreicherung fort.
Am 27. September verabschiedete der UN-Sicherheitsrat eine neue, bereits die vierte Iran-Resolution, die diesmal jedoch keine Sanktionen enthielt und den Mullah-Staat lediglich zur Erfüllung der bisherigen Resolutionen aufforderte. Zuvor hatte der Weltsicherheitsrat auf Drängen der USA bereits drei Resolutionen verabschiedet, die Sanktionen gegen Iran beinhalten.