
MOSKAU, 24. Dezember (RIA Novosti). Der russische Präsident Dmitri Medwedew rechnet mit einer Partnerschaft und mit der Normalisierung der Beziehungen zu den USA unter dem neuen Präsidenten Barack Obama.
"Ich möchte Partnerbeziehungen zu den USA herstellen ... Beim jüngsten Telefongespräch hatte mir der designierte Präsident Barack Obama gesagt, er betrachte Kontakte zur Russischen Föderation als eine der höchsten Prioritäten der amerikanischen Außenpolitik. Ich stimme ihm zu 100 Prozent zu", sagte Medwedew am Mittwoch in einem Jahresinterview für russische Fernsehsender.
"In den letzten Jahren haben wir viel getan. Dennoch wurden mehrere Möglichkeiten versäumt, normale Beziehungen zu Amerika zu entwickeln - nicht auf unser Verschulden." Zu den Aufgaben Russlands im Bereich der internationalen Beziehungen zählte der russische Präsident 2009 die Überwindung der Folgen der globalen Finanzkrise. "Wir werden in ständigem Kontakt zu unseren Partnern in der G20- und der G8-Ländergruppe bleiben. Viel Raum werden natürlich auch unsere Kontakte zu anderen Ländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft (EAEC) und der Organisation des Vertrages über die kollektive Sicherheit einnehmen."
Medwedew äußerte die Hoffnung, dass die Zollunion im kommenden Jahr und ein neues ökonomisches System der Beziehungen zwischen Russland, Weißrussland und Kasachstan zustande gebracht werden. "Das ist enorm wichtig. Das umso mehr, als in Krisensituationen gemeinsam gehandelt werden muss ... Die internationale Politik Russlands wird freundlich und für unsere Partner komfortabel sein. Zugleich wird sich diese Politik auf die Wahrung unserer nationalen Interessen gründen", sagte Medwedew.