Ausland
Agyptens Außenminister: Hamas ist unbesiegbar
Das erklärte Ägyptens Außenminister Ahmed Abul Gheit im ägyptischen Fernsehen.
Wie der Minister weiter ausführte, hatte Kairo die Bewegung Hamas mehrmals aufgerufen, den Waffenstillstand mit den Israelis zu verlängern, um eine Eskalation der Lage und gegenseitige Provokationen zu verhindern. "Sie lehnten aber die Waffenruhe mit der Begründung ab, sie möchten eine Handlungsfreiheit haben", hieß es.
Zugleich dementierte er die Berichte, laut denen Israel Ägypten im Voraus über den geplanten Angriff informiert habe.
Der Minister wies die Versuche zurück, die Schuld für die Situation im Gazastreifen auf Ägypten abzuwälzen. In seiner Stellungnahme zu Protestdemonstrationen vor den Botschaften Ägyptens in mehreren moslemischen Ländern stellte Gheit fest: "Dies wirkt leider wie eine Kriegserklärung an Ägypten."
Im Unterschied zu den meisten arabischen Ländern unterhält Ägypten diplomatische Beziehungen mit Israel. Am Freitag wurde die israelische Außenministerin Tzipi Livni in Ägypten empfangen. In einer Pressekonferenz in Kairo kritisierte sie scharf die Bewegung Hamas. Einen Tag später begann die groß angelegte Militäroperation im Gazastreifen.
Neben Israel ist Ägypten das einzige Land, das eine gemeinsame Grenze mit dem Gazastreifen hat. Diese Grenze ist aber seit der Machtübernahme in der Enklave durch die Hamas im Sommer 2007 gesperrt.
Infolge der Blockade ist die Situation im Gazastreifen nahezu katastrophal. Während die Hamas-Vertreter Ägypten aufrufen, den Grenzübergang offiziell zu öffnen, ist Ägypten bereit, nur Verletzte und Hilfsgüter durchzulassen.
Nach dem Beginn der Operation im Gazastreifen kamen bereits über 300 Palästinenser ums Leben. Über 1 000 wurden verletzt

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