Ausland
Obama für neue Partnerschaft mit Moslems - erstes Interview galt Al Arabia
In seinem ersten Interview für die ausländische Presse, das er dem arabischen Fernsehsender Al Arabia gewährte, stellte Obama fest: "Unter meinen Familienmitgliedern gibt es Moslems. Ich habe auch in moslemischen Ländern gelebt." Nach seinen Worten sei es wichtig, "die moslemische Welt darüber in Kenntnis zu setzen, dass wir nicht ihre Feinde sind".
Nach seiner Ansicht sind Fortschritte im Nahostprozess möglich, insbesondere wenn nicht nur die Situation um den palästinensisch-israelischen Konflikt, sondern auch das berücksichtigt wird, "was sich in Syrien oder Iran, im Libanon, Afghanistan oder Pakistan abspielt".
Zugleich "bleibt Israel ein fester US-Verbündeter", so Obama. "Und ich werde weiterhin die Auffassung vertreten, dass Israels Sicherheit vorrangig ist."
Wie es weiter hieß, plant der US-Präsident einen Appell an die moslemische Welt, den er in einer moslemischen Metropole verkünden möchte.
Auf das Iran-Problem eingehend, sagte er: "Das iranische Volk ist ein großes Volk, und die persische Zivilisation ist eine große Zivilisation". Aber Irans Handlungen, dessen "Drohungen gegen Israel" und "Unterstützung für die ehemals terroristischen Organisationen" wie auch dessen "Streben nach Kernwaffen" seien heute "nicht von Nutzen".
"Es ist dennoch wichtig für uns, zu einem Gespräch mit Iran bereit zu sein". In den "nächsten Monaten" werde seine Administration "einen generellen Rahmen und eine Position" für einen solchen Dialog konzipieren.
"In meiner Amtsantrittsrede habe ich gesagt: Wenn solche Länder wie Iran bereit sind, ihre Faust zu öffnen, so werden sie unsere ausgestreckte Hand sehen", so Obama.
Der Satelliten-Nachrichtensender Al Arabia hat seinen Sitz in Dubai. Nach eigenen Angaben zählt er 23 Millionen Zuschauer.

in den Blog einfügen
Sie können den Link in Ihren Blog kopieren.
Video-Code:
Vorschau:


Twitter






