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Ausland

Castro kritisiert Biden wegen andauernden Embargos gegen Kuba

13:45 30/03/2009
MOSKAU, 30. März (RIA Novosti). Der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro hat den US-Vizepräsidenten Joseph Biden wegen dessen Aussage kritisiert, die USA würden das seit knapp 50 Jahren geltende Handelsembargo gegen Kuba trotz Bitten der Mehrheit der lateinamerikanischen Länder nicht aufheben, wie lateinamerikanische Medien am Montag berichten.

Biden hatte in der vorigen Woche beim „Gipfeltreffen der fortschrittlichen Regierungen“ im chilenischen Vina del Mar geäußert, die Regierung Barack Obama beabsichtige nicht, die geltenden Sanktionen gegen Kuba aufzuheben, die Kubaner selbst müssten Änderungen innerhalb des Landes vornehmen und „ihre Zukunft selbst bestimmen, um frei leben zu können und die Möglichkeit eines wirtschaftlichen Wohlstandes zu haben“.

In seinem Beitrag, der am Sonntag auf der Website „Cubadebate“ veröffentlicht wurde, ruft Fidel Castro die USA wiederholt auf, die Wirtschaftsblockade gegen Kuba aufzuheben, denn „es gibt keinen Staat in Lateinamerika und im Karibischen Raum, der diese Blockade nicht als Überbleibsel der Vergangenheit betrachten würde“. Der kubanische Revolutionschef bittet die USA, das bestehende Embargo nicht mit der Notwendigkeit zu verknüpfen, Wandlungen innerhalb des Landes vorzunehmen, die „unverhohlen konterrevolutionär sein würden“ und die bestehende Ordnung untergraben könnten.

„Es wirkt lächerlich, dass die USA so fieberhaft umtriebig sind, wo sie es doch mit Problemen und unlösbaren Widersprüchen in Beziehung zu den Völkern Lateinamerikas zu tun haben, welche sie immer dominieren wollen“, so Castro.

Der 80-jährige Fidel Castro musste im Juli 2006 wegen Darmblutens dringend operiert werden. Nach seiner 47-jährigen Amtszeit als Staatschef überantwortete er seinem Bruder Raul Castro all seine Vollmachten. Seitdem tritt Castro tritt nicht mehr öffentlich in Erscheinung und unterhält durch in den Medien veröffentlichte Artikel Verbindung zu seinem Volk.

Barack Obama hatte als erster US-Präsident die Bereitschaft bekundet, den Dialog mit der kubanischen Führung aufzunehmen. Er unternahm bereits Schritte zur Verbesserung der Beziehungen zwischen beiden Ländern. So wurde im März der Präsidentenerlass herausgegeben, nach dem die in den USA lebenden Kubaner einmal im Jahr - und nicht einmal in drei Jahren wie bislang - ihr Heimatland besuchen können.

Es wird erwartet, dass die Frage der Aufhebung des Handelsembargos gegen Kuba beim Amerika-Gipfel vom 17. bis 19. April in Trinidad und Tobago erörtert wird. Dort wird sich Obama zum ersten Mal mit den Staatschefs der meisten lateinamerikanischen Länder treffen.

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13:45 30/03/2009 Der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro hat den US-Vizepräsidenten Joseph Biden wegen dessen Aussage kritisiert, die USA würden das seit knapp 50 Jahren geltende Handelsembargo gegen Kuba trotz Bitten der Mehrheit der lateinamerikanischen Länder nicht aufheben, wie lateinamerikanische Medien am Montag berichten. >>

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