
HAVANNA, 31. März (RIA Novosti). China übt einen immer größeren Einfluss auf Wirtschaftsprozesse in der Welt aus, was eine "bittere Realität" für die westlichen Länder ist.
Diese Meinung äußerte der Führer der kubanischen Revolution, Fidel Castro.
"Die zunehmende Rolle Chinas in der Weltwirtschaft anzuerkennen ist für die westlichen Länder eine bittere Pille", schreibt er in einem neuen Beitrag aus der Reihe seiner "Überlegungen", der am Montagabend in kubanischen Medien veröffentlicht wurde.
Der Führer der kubanischen Revolution widmet schon den zweiten Beitrag der Rolle Chinas in den internationalen Wirtschaftsprozessen.
In seinem vorangegangenen Beitrag verwies er darauf, dass auf dem G20-Gipfel in London am 1./2. April der Einfluss Chinas vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise enorm sein werde.
Fidel Castro erinnerte daran, dass China einer der Hauptkreditgeber der USA sei, und führte Auszüge aus Meldungen westlicher Nachrichtenagenturen über einen aktiven Kampf Pekings gegen die dominierende Rolle der USA in den Weltfinanzen an.
"Die Weltöffentlichkeit hat das Recht und muss von den Wirtschaftsproblemen der globalen Krise, die heute alle Länder der Welt erfasst hat, einfach mehr wissen", unterstreicht Castro.
Im Juli 2006 hatte der 80-jährige Fidel Castro eine Operation nach einer Darmblutung überstanden und erstmals nach 47 Jahren seines ununterbrochenen Herrschens über das Land die Vollmachten des Staatschefs seinem Bruder Raul Castro überlassen.
Derzeit erscheint Fidel Castro praktisch nicht mehr in der Öffentlichkeit und pflegt Umgang mit dem Volk durch seine Beiträge, die regelmäßig in Medien veröffentlicht werden.