Ausland
Italiens Außenminister sieht G8 weiter als Machtzentrum
In internationalen Kreisen neige man zu der Einschätzung, dass die Bedeutung der großen Acht nicht mehr so groß sei wie bisher, weil "repräsentativere Formate wie G16 und G20 hinzu gekommen sind".
"Die eine Sache ist die Zahl und eine andere die Basismethode, nach der die G8 verfahren", schreibt der italienische Außenminister und G8-Vorsitzführende in einem am Donnerstag in der römischen Zeitung "Messagero" veröffentlichten Beitrag.
"Die G8 werden in Zukunft die strategische Funktion der ‚Unterstützung' der Weltleitung ausüben, die über institutionelle Mechanismen ausgeübt wird. Sie (G8) werden immer mehr zu einem Diskussionsforum zum Studium von Dossiers von globaler Bedeutung", so Frattini.
Der Minister definiert die G8 als eine "globale Konsensgruppe" und erläutert, dass sie Initiativen einbringen und im Rahmen der Suche nach einem globalen Konsens Druck ausüben wird.
Wie der italienische Premier Silvio Belusconi vorher in einem Interview für RIA Novosti sagte, liegen keine Pläne zur Auflösung der G8 vor.
"Wir wollen keineswegs die G8 auflösen. Wir wollen sie für den Meinungsvergleich öffnen, der notwendig ist und den gemeinsamen Interessen gerecht wird", sagte der Ministerpräsident. Er merkte an, dass neue Länder zu Diskussionen im Rahmen dieses privilegierten Weltklubs herangezogen werden müssen.
Das nächste Treffen der Staats- und Regierungschefs der "Großen Acht" findet vom 8. bis 10. Juli auf der italienischen Insel La Maddalena (Sardinien) statt. Hierbei werden neben den G8-Ländern auch die höchsten Repräsentanten von China, Indien, Brasilien, Mexiko, der Republik Südafrika und Ägypten vertreten sein.

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