Ausland
Niederlande: Geheimdienst warnt vor Spionen aus Russland, China und Marokko
Das geht aus einem am Dienstag veröffentlichten Bericht über die AIVD-Tätigkeit im vorigen Jahr hervor.
"Die Aufklärungsinteressen Russlands sind umfassend. Sie erfassen unter anderem die NATO, Wissenschaft und Technik, die Verteidigungsindustrie und die Energiewirtschaft", heißt es im Bericht
"Der AIVD stellte 2008 unter anderem fest, dass Offiziere der russischen Aufklärung offiziellen Delegationen von russischen Wissenschaftlern angehörten. Außerdem wurde das Interesse für Vertreter der Niederlande gezeigt, die hohe Posten bekleiden. Dabei kann es sowohl um die Abschöpfung von Informationen als auch um den Einfluss auf Prozesse der Führung des Landes und die Beschlussfassung gehen", wird im Bericht betont.
Im Bericht wird darauf verwiesen, dass China ein unerwünschtes Interesse für einen Teil von chinesischen Emigranten in den Niederlanden zeige. "Außerdem versucht China, Einfluss auf Entscheidungen auf den verschiedenen Gebieten in den Niederlanden auszuüben", heißt es.
Auf die Aktivität der marokkanischen Geheimdienste eingehend, hebt der AIVD hervor, dass sie Personen marokkanischer Abstammung in die Polizei der Niederlande eingeschleust haben.
Weiter wird m Bericht auch der islamistische Terrorismus als ernsthafte Bedrohung der Sicherheit der Niederlande genannt.
Die Autoren des Berichts haben die Meinung geäußert, dass eine zu große Transparenz der Regierung und die Offenherzigkeit von Bürgern der Niederlande eine Gefahr für das Land darstelle.
"Die Holländer erkennen die Gefahr unzureichend, die durch ausländische Geheimdienste und die Möglichkeit des Manipulierens aus dem Ausland erwächst", stellt der AIVD fest.

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