
MOSKAU, 23. April (RIA Novosti). US-Außenamtschefin Hillary Clinton befürchtet, dass Terroristen in Pakistan, das Atomwaffen besitzt, an die Macht kommen. Diese Besorgnis äußerte sie im auswärtigen Ausschuss des US-Kongresses.
Sie kritisierte zugleich Pakistans Regierung, die nicht in der Lage sei, das Problem der auf dem Territorium des Landes operierenden Extremistengruppen zu lösen.
Nach ihrer Ansicht müssten auch die Einwohner Pakistans über diese Gefahr mehr besorgt sein.
Die internationale Völkergemeinschaft kooperiert zwar eng beim Kampf gegen den Extremismus in Pakistan und Afghanistan, die Pakistani müssten aber selbst auch Verantwortung für das Geschehen in ihrem Lande übernehmen, betonte sie.
Pakistans Präsident Asif Ali Zardari hatte am 14. Apirl ein Dekret über die Einführung der islamischen Schariah-Normen in der nordwestlichen Grenzregion des Landes unterzeichnet. Dieser Schritt ist ein Teil der friedlichen Aktionen Islamabads, die auf die Eindämmung der von den Taliban ausgelösten Gewaltwelle gerichtet sind.
Nach den Terrorakten am 11. September 2001 hatten die USA Informationen bekommen, denen zufolge Osama bin Laden, "Terrorist Nummer eins" und Anführer des Terror-Netzwerkes Al Qaida, in Pakistan untergetaucht sei.
Der damalige Präsident Pakistans, Pervez Musharraf, bestritt das und erklärte, dass eine Operation von US-Streitkräften auf dem Territorium seines Landes die Souveränität Pakistans verletzen würde. Damit erklärte sich Pakistan selbst für die Terrorbekämpfung auf seinem Territorium für verantwortlich.
Die USA beschießen mit Hilfe ihrer Drohnen regelmäßig Pakistans Grenzregionen, in denen sich laut amerikanischen Angaben Extremistengruppen verschanzt haben.