Ausland
Fidel Castro kritisiert Gipfel der Länder Amerikas und Embargo gegen Kuba
Das teilten lateinamerikanische Medien am Donnerstag mit.
In seinem neuen Beitrag "Gipfel und Lüge", der am Mittwochabend in der Internet-Ausgabe Cubadebate veröffentlicht wurde, fasste Castro die Ergebnisse des Treffens mit dem nikaraguanischen Präsidenten Daniel Ortega zusammen, mit dem er den Gipfel der Länder Amerikas ausgewertet hatte.
"Es ist schwierig, einigen Fakten Glauben zu schenken, die mir Ortega erzählt hat, wenn das nicht der nikaraguanische Präsident und die Veranstaltung nicht der Gipfel in Trinidad und Tobago gewesen wären", betonte Castro.
"Obwohl die Präsidenten von Nikaragua, Venezuela und Bolivien über die Notwendigkeit der Aufhebung des Embargos gesprochen haben, wurde darüber in der Schlussdeklaration kein einziges Wort verloren. Das führte dazu, dass sich die meisten Gipfelteilnehmern weigerten, sie zu unterzeichnen", führte er aus.
"Müssen wir das Recht der USA anerkennen, die Blockade fortzusetzen, solange es keine kapitalistische Demokratie auf Kuba geben wird?", interessierte sich Fidel.
Ihm zufolge hat Kuba nicht die Absicht, auf seine politische Ausrichtung zu verzichten, der die Prinzipien und Überzeugungen des Volkes zugrunde liegen.
"Wir bitten nicht um die kapitalistische Demokratie, in der sie erzogen wurden und an die sie mit vollem Recht glauben... Auch wir streben nicht an, unser politisches System in die USA zu exportieren", unterstrich Castro.
Kurz vor dem Gipfel äußerten Havanna und Washington ihre Ideen zur Entwicklung der bilateralen Beziehungen.
Die US-Regierung traf eine Entscheidung, die von der Bush-Administration eingeführten Beschränkungen für Reisen der in den USA lebenden Kubaner in die Heimat und für Geldüberweisungen an ihre Verwandten auf Kuba aufzuheben sowie die Arbeit von amerikanischen Telekommunikationsgesellschaften auf der Insel wieder aufzunehmen.
US-Präsident Barack Obama erklärte, dass diese Schritte den Wunsch zur Verbesserung der bilateralen Beziehungen verdeutlichen. Nun rechnen die US-Behörden mit dem Entgegenkommen der kubanischen Führung.
Laut dems US-Präsidenten könnten das die Aufhebung der Beschränkungen für die Auslandsreisen von Kubanern, die Achtung der demokratischen Bürgerrechte, die Rede- und die Pressefreiheit sein.
Havanna erklärte sich seinerseits bereit, die Verhandlungen mit den USA zu jeglichen Themen, darunter auch zum Problem der politischen Häftlinge und der Einhaltung der Menschenrechte, in die Wege zu leiten.
Am Mittwoch erklärte US-Außenministerin Hillary Clinton, dass die USA dazu bereit sein müssten, dass das Regime Castros demnächst endet und die Vorbereitung darauf die Verhandlungen mit kubanischen Behörden einschließt.
"Unsere Aufgabe ist eine freie unabhängige Demokratie, die den Bürgern Kubas dieselben Rechte und Möglichkeiten gewähren wird, die ihre in den USA lebenden Verwandten genießen", sagte die US-Außenministerin.

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