Ausland
USA rügen Russlands Haltung gegenüber „Separatisten“
„Die USA bedauern, dass Russland dem Beispiel der südossetischen Separatisten gefolgt und aus der fälligen Genfer Diskussionsrunde gleich zum Auftakt ausgestiegen ist. Die USA bedauern auch Abchasiens Entscheidung, die Gespräche zu boykottieren“, betonte Ian Kelly, Sprecher des US-Außenministeriums.
Russlands Vorgehensweise verstoße gegen das Friedensabkommen, erklärte Kelly und forderte Moskau auf, die Gespräche wieder aufzunehmen.
UN-Generalsekretär Ban Ki-moon legte unterdessen mit einer dreitägigen Verspätung seinen Bericht zur Lage im Südkaukasus vor, dessen Verzögerung Abchasiens Ausstieg aus der Genfer Diskussion veranlasst hatte. Wie Ruslan Bachtin von der russischen UN-Delegation sagte, wird Abchasien im Titel des Berichts nicht eindeutig als Teil Georgiens bezeichnet.
Zuvor hatte Abchasien seine weitere Teilnahme an den Genfer Gesprächen davon abhängig gemacht, ob die UNO ihre Einstellung zum Status der von Georgien abtrünnigen Republik ändert. Am Montag stieg auch Südossetien aus den Gesprächen vorübergehend aus. Vor diesem Hintergrund erklärte der russische Außenminister Lawrow am Montagabend, auch Moskau lege eine Pause bis Dienstag ein.

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