
ST. PETERSBURG, 06. Juni (RIA Novosti). Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat den gemeinsamen Kampf der ganzen Welt gegen die globale Finanzkrise mit dem Kampf gegen den Faschismus während des Zweiten Weltkrieges verglichen.
Bislang habe es die Situation nie gegeben, da sich die Zivilisation für die Überwindung gemeinsamer Probleme derart stark liiert hätte als während des Zweiten Weltkrieges, sagte Medwedew am Samstag auf dem St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum bei einem Arbeitsessen mit leitenden Repräsentanten internationaler Unternehmen und Bankiers.
"Bislang hat die globale Zivilisation, die ganze Menschheit nie derart koordinierte Handlungen unternommen wie im gemeinsamen Kampf gegen einen offenkundigen Feind ... Das zeigt, dass wir entschlossen sind, der Krise zu trotzen. Das flößt Optimismus ein", sagte der Präsident.
Er dankte den Teilnehmern des Forums, dass sie trotz komplizierter Zeiten für ihre Geschäfte nach St. Petersburg gekommen waren. "Die Situation ist ungeachtet gewisser positiver Momente nicht erfreulich. Ich denke, dass wir die Talsohle der Krise noch nicht erreicht haben."
Die jüngsten Gipfeltreffen der G8 in Washington und der G20 in London hätten gezeigt, dass die internationale Gemeinschaft in der Lage sei, gemeinsame Ziele abzustecken und bei ihrer Erlangung gut zu kooperieren. "Globale Tendenzen in der Wirtschaft sind unumkehrbar. Ich hoffe darauf, dass schnell wachsende Märkte wie Russland die Folgen der Krise schneller als erwartet überwinden werden", sagte der russische Präsident weiter.
Die gegenwärtige Krise habe vor Augen geführt, dass der Grad der Globalisierung und des wechselseitigen Zusammenhangs der Wirtschaften immens hoch sei. "Emerging markets sind von ihrer Natur her komplizierter, volatiler und mehr auf andere angewiesen. Aber zugleich haben sie ein großes Potenzial zur Überwindung der Krisen", sagte Medwedew.