
NEW YORK, 24. Juni (RIA Novosti). Das Bankensystem, das die globale Finanz- und Wirtschaftskrise verursachte, hat in einem Jahr eine etwa zehnfach größere Hilfe erhalten als arme Länder in 50 Jahren.
Das geht aus einer am Mittwoch in New York veröffentlichten Pressemitteilung von Millennium Campaign hervor. Diese Organisation wurde 2002 bei den Vereinten Nationen gegründet, um unter anderem die Armut in den Entwicklungsländern zu überwinden.
"In den zurückliegenden 50 Jahren hatten die Geberländer für diese Zwecke rund zwei Billionen US-Dollar zur Verfügung gestellt. Zugleich wurden in den letzten zwölf Monaten fast 18 Billionen Dollar in den Kauf von Banken und Finanzinstituten investiert." Die Organisation rief die Regierungen entwickelter Länder auf, die Finanzhilfen für die ärmsten Länder trotz Krise nicht zu kürzen.
Jedes Jahr sterben in der Welt täglich rund 50 000 Menschen an Hunger oder an Folgen der Unterernährung. Die globale Krise hat die Zahl der Hungernden um 100 Millionen erhöht. Etwa eine Milliarde Menschen leidet gegenwärtig an Unterernährung, teilte Millennium Campaign mit.