RIA Novosti

G8-Außenminister richten dringenden Appell an Iran

13:48 26/06/2009

Die G8-Außenminister haben am Freitag bei ihrem Treffen im italienischen Triest ihre Besorgnis über die Situation nach den Präsidentenwahlen am 12. Juni ausgedrückt.

TRIEST, 26. Juni (RIA Novosti). Die G8-Außenminister haben am Freitag bei ihrem Treffen im italienischen Triest ihre Besorgnis über die Situation nach den Präsidentenwahlen am 12. Juni ausgedrückt.

Sie verurteilten die Gewalt und riefen die Regierung in Teheran auf, die Krise mittels eines demokratischen Dialogs zu regeln.

„Wir sind über die Situation nach den Wahlen in Iran besorgt“, heißt es in einer Erklärung des Vorsitzenden des G8-Außenministertreffens. „Wir respektieren voll und ganz Irans Souveränität, äußern aber zugleich unser Bedauern über die Gewalt, die nach den Wahlen angewendet wurde und zu Opfern unter der Zivilbevölkerung geführt hat.“

Darüber hinaus bekräftigten die Außenminister ihr Festhalten an einer diplomatischen Regelung des Atomstreits mit Iran. Außerdem bekundeten sie ihre Unterstützung für die Bemühungen der USA zu direkten Verhandlungen mit Teheran sowie für den Vorschlag der UN-Vetomächte plus Deutschland, die Atom-Gespräche wiederaufzunehmen.

„Zugleich äußern wir unser Besorgnis über die Non-Proliferation-Risiken, die das iranische Atomproblem in sich birgt“, heißt es in der Erklärung der G8-Außenamtschefs. „Wir erkennen zwar Irans Recht auf ein ziviles Atomprogramm an, dieses muss aber bei vorliegender Bereitschaft umgesetzt werden, um das Vertrauen zum ausschließlich friedlichen Charakter der nuklearen Aktivitäten Irans wiederherzustellen.“

Die G8-Außenminister riefen Iran zur umfassenden Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA und zur Umsetzung der entsprechenden Resolutionen des UN-Sicherheitsrats auf.

„Wir fordern Iran auf, die grundlegenden Menschenrechte, einschließlich der Redefreiheit, zu respektieren“, wurde betont. „Die Krise muss innerhalb kürzester Zeit auf dem Wege eines demokratischen Dialogs und mit friedlichen Mitteln geregelt werden. Wir rufen die iranische Regierung auf, es zu garantieren, dass der Wille des iranischen Volkes im Wahlprozess seinen Niederschlag findet.“

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