SARAJEVO, 27. Juni (RIA Novosti). Mehr als 600 serbische Familien, die infolge des Konfliktes von 1998 bis 1999 aus dem Kosovo fliehen mussten, möchten in ihre Heimatregion zurückkehren. Das teilte der serbische Minister für Kosovo und Metohija, Goran Bogdanovic, am Samstag nach Angaben der Nachrichtenagentur Tanjug mit. Die Heimkehr dieser Familien wäre ihm zufolge ein „Aufrichtigkeitstest für die internationale Gemeinschaft und die provisorischen Institutionen im Kosovo“. In den vergangenen zehn Jahren seien nur 3 000 Flüchtlunge ins Kosovo zurückgekehrt, teilte Bogdanovic unter Berufung auf Angaben des Amtes des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) mit. Dabei nehme die Zahl der Flüchtlinge weiter zu. Die serbische Regierung tue ihr Bestes, um das Kosovo im Bestand des Landes zu behalten. „Unser Ziel ist es, die serbische Gemeinde zu verstärken, damit Serben im Kosovo leben und arbeiten könnten“. Im Streit um den Status des Kosovo könne noch ein Kompromiss erzielt werden, urteilte der Minister. „Jetzt sind wir aber in einer Situation, wo die Serben alles verloren haben und die Albaner alles erhalten haben, was sie wollten.“
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