Ausland
US-Generalstabschef: Noch keine endgültige Entscheidung über Raketenschild
Das teilte US-Generalstabschef Michael Mullen am Montag in einem Interview für den russischen Fernsehsender Russia Today mit. „Natürlich wird dieses Problem noch einmal überprüft…Wir verstehen, dass diese Frage sehr sensibel ist. Ich hoffe, dass es im Ergebnis dieser Überprüfung sowohl neue Diskussionen als auch neue Entscheidungen geben wird.“
Mullen zufolge sind die USA zu einer Zusammenarbeit mit Russland bereit. „Die USA wollen keinesfalls Russland drohen.“ Beide Staaten haben in Sachen Raketenabwehr Differenzen und Verteidigungsminister Robert Gates habe mit seinem Angebot, den Raketenabwehrradar in Russland zu installieren, zeigen wollen, dass Washington nach gemeinsamen Berührungspunkten suche.
Die bisherige US-Administration unter George W. Bush wollte Abfangraketen in Polen und eine Radaranlage in Tschechien stationieren. Das sei eine Sicherheitsmaßnahme gegen einen eventuellen Raketenangriff aus Iran, so die Begründung. Russland sieht den Raketenschild gegen sich gerichtet, weil der Radar in Tschechien (s. Näheres hier) das russische Gebiet bis zum Ural-Gebirge erfassen kann.
Nach Amtsantritt des neuen US-Präsidenten Barack Obama signalisierten die USA die Bereitschaft, über den umstrittenen Raketenschild mit Russland zu diskutieren. Am Donnerstag voriger Woche wurde das Thema bei einem Treffen Mullens mit dem russischen Generalstabschef Nikolai Makarow erörtert.

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