MOSKAU, 29. Juni (RIA Novosti). Die Neuauszählung von zehn Prozent der Wahlzettel der iranischen Präsidentenwahlen vom 12. Juni hat das ursprüngliche Ergebnis bestätigt.
Das meldeten westliche Nachrichtenagenturen am Montag aus Teheran unter Berufung auf iranische Medien. Die Stimmen wurden in den Städten Kharas, Kerman, Babolsar, Sarabi-Shesh und Nahbandan neu ausgezählt. Dabei wurde nicht mitgeteilt, wieviel Stimmen jeder Bewerber in der jeweiligen Stadt auf sich vereinigt hatte. Der iranischen Nachrichtenagentur Fars zufolge wurden die Stimmen auch in der Provinz Westaserbaidschan neu ausgezählt. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor.
Offiziellen Angaben zufolge hatte Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad bei der Wahl am 12. Juni mit 62,63 Prozent der Stimmen klar gewonnen. Sein Hauptrivale Mir Hossein Musawi erhielt 33,75 Prozent der Stimmen. Noch vor der Verkündung des offiziellen Resultats erklärte sich Musawi für Sieger und warf den Behörden später Wahlfälschung vor. Nach den Wahlen kam es zu Auseinandersetzungen zwischen der Opposition, die das Ergebnis nicht anerkannten, und den Sicherheitskräften. Dabei kamen mehrere Menschen ums Leben.