
MOSKAU, 05. Juli (RIA Novosti). Das iranische Atomprogramm kann nach Ansicht des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew nur unter der Schirmherrschaft der Internationalen Agentur für Atomenergie (IAEO) friedlichen Zwecken dienen.
„Wie nehmen die gleiche Position wie die anderen Mitglieder des Atomklubs und überhaupt alle, die dieses Problem diskutieren. Irans Atomprogramm kann nur unter der Schirmherrschaft der IAEO friedlich sein. Was die Atomwaffen betrifft, so stellen sie eine Bedrohung für alle angrenzenden Länder dar…“, sagte Medwedew im Gespräch mit italienischen Medien. Er fügte hinzu, dass Russland dabei „normale Beziehungen zu Iran“ entwickeln werde.
„Iran ist ein wichtiges Partnerland für uns und wir stehen in Kontakt zu diesem Land und sind mit einem ganzen Spektrum von gemeinsamen Problemen konfrontiert, bei denen wir zusammenarbeiten, und zwar recht produktiv“, sagte Medwedew. Neben den Wirtschaftsbeziehungen gebe es auch Herausforderungen, die ein gemeinsames Vorgehen erforderten: Drogenhandel und Terrorbedrohung. „Wir werden unsere Beziehungen zu Iran als unserem Nachbarn, unserem außenpolitischen Partner weiter pflegen“, sagte der russische Präsident.
Die USA und etliche andere Staaten verdächtigen Iran, unter dem Deckmantel eines Nuklearprogramms Atomwaffen entwickeln zu wollen. Der UN-Sicherheitsrat hat bereits fünf Resolutionen beschlossen und Sanktionen gegen dieses Land verhängt. Darin ist auch Forderung nach einem Verzicht auf die Urananreicherung enthalten. Teheran lehnt die Vorwürfe ab und behauptet, sein Atomprogramm sei nur auf friedliche Ziele ausgerichtet und diene der Deckung des Energiebedarfs.
Zur angespannten innenpolitischen Situation in Iran seit der Wiederwahl des Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad sagte Medwedew, die Iraner müssten dieses Problem selbständig lösen.