
MOSKAU, 09. Juli (RIA Novosti). "Wege aus der Krise aus Sicht der Zivilgesellschaften" lautet das Dachthema des diesjährigen Petersburger Dialogs. Vom 14.-16. Juli 2009 tagen etwa 200 deutschen und russischen Teilnehmer des bilateralen Gesprächsforums in München.
"Was kann ein zivilgesellschaftliches Forum wie der Petersburger Dialog zur Bewältigung der Finanz- und Wirtschaftskrise beitragen?", kommentiert Lothar de Maizière, deutscher Vorsitzender des Lenkungsausschusses, die Fragestellung: "Der Petersburger Dialog kann vor allem eins schaffen: gegenseitiges Vertrauen. Angesichts der globalen Probleme ist es wichtig, gemeinsam Lösungen zu finden. Eine Zusammenarbeit ohne Vertrauen ist auf Dauer nicht erfolgreich".
Der Petersburger Dialog und seine acht Arbeitsgruppen stellen sich damit einer schwierigen Aufgabe. "Die Chancen des Dialogs für die Bürger unserer Länder sind offensichtlich, aber jetzt gilt es, sie auch zu nutzen", so de Maizière, den der Pressedienst des Forums zitiert..
Reinhold Bocklet, Erster. Vizepräsident des Bayerischen Landtags und Mitglied im Lenkungsausschuss des Petersburger Dialogs, zeigt sich sehr erfreut, dass der Petersburger Dialog nach Bayern kommt: "Dies ist ein wichtiger Baustein für die sehr guten bayerisch-russischen Beziehungen."
In den Arbeitsgruppen und im Plenum wird das Dachthema unter verschiedenen Gesichtspunkten erörtert. In der abschließenden Plenarsitzung des Petersburger Dialogs werden die Ergebnisse gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew diskutiert.
Das Forum "Petersburger Dialog" war auf Anregung von Wladimir Putin und Gerhard Schröder ins Leben gerufen worden. Das erste Treffen fand im Jahre 2001 in Sankt Petersburg statt.
Das Hauptanliegen des Forums besteht darin, die gegenseitige Verständigung zwischen Russland und Deutschland zu vertiefen, die bilaterale Zusammenarbeit in allen Bereichen weiter zu entwickeln, die Vorurteile gegeneinander zu überwinden und die Verbindungen zwischen beiden Ländern zusätzlich zu fördern.