
PEKING, 09. Juli (RIA Novosti). Die chinesischen Behörden lehnen die von einigen Ländern vorgeschlagene Diskussison zur Entwicklung in Westchina im UN-Sicherheitsrat ab, denn die Unruhen im Autonomen Gebiet Xinjiang-Uigur sind eine innere Angelegenheit der Volksrepublik.
"Das Problem der Unruhen in Xinjiang gehört ausschließlich zu den inneren Angelegenheiten Chinas, und es gibt keinen Grund dafür, es dem UN-Sicherheitsrat zur Erörterung vorzulegen", sagte der Amtssprecher des chinesischen Außenministeriums Jin Gang am Donnerstag.
Dem Amtsprecher zufolge hat die chinesische Regierung Maßnahmen getroffen, um die Unruhen zu beseitigen. Die Regierung hoffe darauf, dass "die Weltgemeinschaft Verständnis für die von China unternommenen Schritte zur Aufrechterhaltung der Integrität des Landes, seiner Souveränität, Stabilität und Sicherheit zeigt und diese Schritte unterstützt", sagte Jin Gang.
Am vergangenen Sonntag waren Tausende Uiguren wegen des Todes zweier Fabrikarbeiter in Ürümqi, Hauptstadt der Provinz, auf die Straße gegangen. Der Protest schlug in Gewalt um. In der Folge kamen mindestens 156 Menschen ums Leben, weitere 1000 wurden verletzt. Dem Sprecher des Außenministeriums zufolge gibt es unter den Verletzten keine Ausländer.
Die Polizei nahm mehr als 1400 Menschen wegen des Verdachts der Teilnahme an den Randalen fest.
Wegen der Unruhen verzichtete der chinesische Staatschef Hu Jintao auf die Teilnahme am G8-Gipfel, der vom 8. bis 10. Juli in der italienischen Erdbebenstadt L`Aquila stattfindet. Auch der früher bekanntgegebene Besuch des chinesischen Staatschefs in Portugal ist unbefristet verschoben.