Ausland
Russisch-deutsches Forum in München: De Maiziere betont Rolle des zivilbürgerlichen Dialogs
Thema: Merkel und Medwedew: Petersburger Dialog 2009
Die Anstrengungen der Regierungen und internationalen Organisationen gegen die Krise seien bislang ohne Ergebnis geblieben, der zivilgesellschaftliche Dialog sei jetzt wie noch nie zuvor gefordert, sagte de Maiziere am Dienstag zum Auftakt des 9. Petersburger Dialogs in München. Das Dachthema des diesjährigen Forums, zu dem Bundeskanzlerin Angela Merkel und Russlands Präsident Dmitri Medwedew erwartet werden, lautet: „Wege aus der Krise aus Sicht der Zivilgesellschaften Deutschlands und Russlands“.
Es handle sich nicht darum, ein deutsch-russisches Allheilmittel oder einen deutsch-russischen Sonderweg zu finden, äußerte de Maiziere. Der Petersburger Dialog sei ein Beweis dafür, wie wichtig die Fähigkeit zur Vertrauensbildung sei. Politik und Wirtschaft müssen das Vertrauen fördern und die Bürger darin einbeziehen.
Der Petersburger Dialog ist eine deutsch-russische Konferenz, die unter der Schirmherrschaft des Bundeskanzlers und des russischen Präsidenten steht. Er war 2001 auf Anregung des damaligen russischen Präsidenten Wladimir Putin und des damaligen deutschen Kanzlers Gerhard Schröder für die Förderung eines offenen Dialogs zwischen den Zivilgesellschaften beider Länder ins Leben gerufen worden.
Das Forum findet einmal jährlich abwechselnd in Deutschland und in Russland statt und soll innerhalb der deutsch-russischen Beziehungen neue Projekte initiieren. In diesem Jahr wird die Konferenz vom 14. bis 16. Juli in der bayerischen Landeshauptstadt ausgetragen. Lothar de Maiziere ist Vorsitzender des deutschen Lenkungsausschusses. Dem russischen Lenkungsausschuss steht der erste Vizepremier Viktor Subkow vor.

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