
MÜNCHEN, 15. Juli (RIA Novosti). Am Rande des "Petersburger Dialog", der vom 14. bis 16. Juli in München stattfindet, bereitet eine Arbeitsgruppe Empfehlungen für die russische und die deutsche Regierung zur intensiveren Zusammenarbeit beider Länder im Kulturbereich vor.
Das teilte der Teilnehmer des russisch-deutschen Gesellschaftsforums und Direktor des Russischen Hauses der Wissenschaft und Kultur (RHWK), Michail Wladimir, RIA Novosti am Mittwoch mit.
Ihm zufolge wurden in der Sitzung der Arbeitsgruppe die Filmkunst und die Erhaltung von Kulturwerten erörtert. "Es wurde die Vorbereitung eines Abkommens erörtert, das die gemeinsame Filmproduktion sowie die Werbung für die russische Filmkunst in Deutschland und für die deutsche Filmkunst in Russland verbessern soll. Es ging unter anderem darum, dass ein Regierungsabkommen über die Zusammenarbeit in der Filmkultur schnellstmöglich vorbereitet werden muss", sagte Wladimir. Ihm zufolge wurde festgestellt, dass das Interesse an neuen russischen Filmen in letzter Zeit in Deutschland zugenommen habe. Außerdem sollen künftig Treffen zum Thema Film veranstaltet werden.
Eine weitere wichtige Frage sei die Bewahrung des Kulturerbes, sagte der Chef des Russischen Hauses. "Mit Besorgnis wurde darüber gesprochen, dass die UNESCO Dresden den Status als Kulturerbeobjekt aberkannt hatte, und darüber, dass auch Sankt Petersburg diesen Status wegen des Baus eines Gazprom-Hochhauses einbüßen kann", so Wladimir.
Die UNESCO hatte Dresden aus der Liste des Weltkulturerbes gestrichen, weil der umstrittene Bau einer vierspurigen Autobahnbrücke über die Elbe die historische Landschaft zerstöre und den Ausblick auf die Altstadt verunstalte.
Das Gesellschaftsforum "Petersburger Dialog" war im Jahre 2001 auf Anregung des damaligen russischen Präsidenten und heutigen Premiers Wladimir Putin und des früheren deutschen Kanzlers Gerhard Schörder ins Leben gerufen worden. Das Hauptanliegen des Forums besteht darin, die gegenseitigen Vorurteile zu überwinden und somit die Verbindungen zwischen beiden Ländern zusätzlich zu fördern.