Ausland
Piratenjagd: Russland schickt neuen Schiffsverband vor Somalia
Der U-Boot-Jäger „Admiral Tribuz“, das Tankschiff „Boris Butoma“ und der Schlepper MB-99 hätten am 29. Juni ihren Stützpunkt in Wladiwostok verlassen und sollen Ende Juli im Golf von Aden eintreffen, wo sie bis Oktober internationale Schiffskonvoi vor Seeräubern schützen würden, teilte der Vizechef des Marinestabs, Oleg Burzew, am Montag RIA Novosti mit.
Nach seinen Worten ist der Verband mit allem Notwendigen für die Bekämpfung der Piraterie ausgestattet: Die „Admiral Tribuz“ habe Hubschrauber dabei, während an Bord des Schleppers Marineinfanteristen und Schnellboote seien.
Kriegsschiffe der russischen Pazifikflotte patrouillieren seit Januar in den gefährlichen Gewässern im Golf von Aden. An den Einsätzen waren bereits zwei Verbände beteiligt. Der russische U-Boot-Jäger „Admiral Pantelejew" hatte im April ein Piratenschiff mit 29 Seeräubern und Waffen an Bord aufgebracht, nachdem die Piraten einen russischen Tanker angegriffen hatten.
Nach UN-Angaben gab es im vergangenen Jahr vor der ostafrikanischen Küste insgesamt 120 Piratenüberfälle auf Frachtschiffe. Dabei erpressten die Piraten schätzungsweise 150 Millionen US-Dollar für gefangen genommene Geiseln. Die Regierung in Somalia, die wegen dem seit 15 Jahren andauernden Bürgerkrieg nicht in der Lage ist, den Piraten das Handwerk zu legen, stimmte einem internationalen Waffengang zu.

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