Ausland
Irans Präsident Ahmadinedschad feierlich vereidigt
Die Amtseinführung fand im iranischen Parlament statt, wie die Nachrichtenagentur AFP meldete. In seiner Antrittsansprache versprach Ahmadinedschad weiteren Widerstand gegen den Druck von Seiten „despotischer Mächte“. Seine Wiederwahl sei der Beginn großer Wandlungen im Iran wie auch in der ganzen Welt. „Wir werden weiter Tyrannen und globalen Diskriminierungsmechanismen widerstehen, was dem Wohl aller Länder der Welt dient“. Er erwarte keine Glückwünsche aus dem Westen, sagte Ahmadinedschad. Ihm zufolge hatten westliche Staaten versichert, den Urnengang zu beeinflussen, aber vergebens.
Kurz vor Beginn der Vereidigungszeremonie hatten sich vor dem Parlament Oppositionsanhänger zu einer erneuten Protestaktion versammelt. Die Demonstranten wurden von den Ordnungskräften auseinandergejagt.
Die Präsidentschaftswahl im Iran hatte am 12. Juni stattgefunden. Nach der Bekanntgabe des Wahlsieges von Amtsinhaber Ahmadinedschad warfen die Anhänger seines Hauptrivalen Mirhossein Musawi den Behörden Manipulation vor und forderten Neuwahlen. Infolge der gewalttätigen Auseinandersetzungen in der Hauptstadt Teheran waren insgesamt 27 Menschen getötet und rund tausend verhaftet worden. Daraufhin ließ der iranische Wächterrat Teile der abgegebenen Stimmen nochmals auszählen. Dennoch ergab die Nachzählung keine Abweichungen und bestätigte Ahmadinedschads Sieg.
Am vergangenen Montag wurde Ahmadinedschad von Irans geistlichem Oberhaupt Ajatollah Chamenei im Amt bestätigt, was laut iranischer Verfassung für den Amtsantritt unentbehrlich ist. Somit begann Ahmadinedschads zweite vierjährige Amtszeit. Binnen zwei Wochen muss er dem Parlament sein Kabinett vorstellen.

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