Ausland
Panzerfaust-Affäre: Rüstet Venezuela Farc-Rebellen heimlich mit Waffen aus?
"Wir arbeiten jedoch über diplomatische Kanäle und verlieren nicht die Hoffnung, dass die venezolanische Regierung uns über diese Frage informieren wird", sagte Thomas Stromberg, Botschaftsrat für politische Fragen bei der schwedischen Botschaft in Caracas, in einem Interview für die venezolanische Zeitung "El Nacional".
Zuvor hatte Kolumbiens Vizepräsident Francisco Santos mitgeteilt, dass bei den jüngsten Streifzügen in den Lagern der FARC-Rebellen (Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens) Panzerfäuste AT-4 entdeckt wurden.
Er hob hervor, dass in Stützpunkten der Aufständischen nicht das erste Mal Panzerabwehrwaffen gefunden wurden, die aus Europa an Venezuela geliefert worden seien.
Venezuelas Präsident Hugo Chavez wies alle Anschuldigungen des "verantwortungslosen Nachbarn" zurück und gab die Abberufung des Botschafters und eines größeren Teils des Personals der venezolanischen Botschaft in Kolumbien bekannt. Er stellte auch die Erdöllieferungen an Kolumbien zu Vorzugspreisen ein.
Wie der Sprecher des schwedischen Außenministeriums Anders Jorl sagte, betrachte die Regierung das Gelangen dieser Waffe in die Hände der Aufständischen als einen ernsthaften Zwischenfall und kläre, ob die in Kolumbien gefundene Waffe dieselbe ist, die an Venezuela geliefert worden war.
Die Erklärung der schwedischen Behörden löste eine sehr negative Reaktion von Caracas aus. Hugo Chavez nannte diesen Fakt eine "schmutzige Provokation, die auf die Diskreditierung der revolutionären Regierung gerichtet ist".

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