Ausland
Russland hatte mit Cyber-Attacken auf Georgien 2008 nicht zu tun - US-Experte
Zu diesem Schluss gelangte John Baumgartner, ehemaliger CIA-Experte für Cyber-Sicherheit und jetztiger Mitarbeiter von U.S. Cyber Consequences Unit (USCCU). "Insgesamt wurden 54 georgische Websites angegriffen, und zwar aus den USA, Kanada, einigen Ländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) wie der Ukraine sowie aus Lettland", sagte der Experte am Montag in einem Interview der estnischen Zeitung "Eesti Paevaleht". Dagegen behaupteten die georgischen Behörden, dass die Hacker in Russland saßen.
Tatsächlich seien einige Hacker eng mit der organisierten Kriminalität in Russland verbunden gewesen. "Aber es ist schwer zu sagen, welches Ziel bei den Attacken auf Georgien verfolgt wurde", sagte er.
Während des Fünf-Tage-Krieges in Südossetien wurden unter anderem die Websitesdes des Innen-, des Verteidigungsministeriums und einiger anderer Ministerien und Ämter Georgiens, aber auch südossetische Internet-Medien, die über den Verlauf des Krieges berichteten, von Hackern attackert. Auch einige US-amerikanische Wissenschaftler hatten zuvor erklärt, dass die Cyber-Attacken nicht von den Behörden in Russland initiiert wurden, sondern Ergebnis einer "massenhaften Volksbewegung" waren.

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