
TEL AVIV, 18. September (RIA Novosti). Israel muss alles unternehmen, damit potentielle Gegner nicht in den Besitz der russischen Luftabwehrsysteme S-300 kommen.
Das betonte Israels Luftwaffenchef Ido Nehushtan in einem Interview für die Zeitung "Jerusalem Post".
Große Besorgnis bei den Israelis ruft dabei Iran hervor, das den Kauf dieser Waffen bei Russland bereits vertraglich vereinbart hat, vorerst allerdings noch nicht bekommen hat.
"S-300 ist ein überaus modernes Fla-Raketensystem aus russischer Produktion mit einer großen Reichweite und umfangreichen Möglichkeiten", sagte Generalmajor Nehushtan. "Wir müssen alles unternehmen, damit dieses System dort nicht auftaucht, wo Israels Luftwaffe jetzt oder in Zukunft werden operieren müssen."
Nach Angaben der israelischen Presse war der mögliche Verkauf der S-300-Systeme an Iran vergangene Woche eine der Ursachen eines geheimen Moskau-Besuchs von Israels Premier Benjamin Netanjahu.
In einem am Donnerstag ausgestrahlten Fernsehinterview betonte Netanjahu erneut seine Besorgnis über Russlands Waffengeschäfte mit Iran und Syrien.
"Ungeachtet dessen, dass die Waffenlieferungen an diese Länder heute nicht so groß sind wie zu Sowjetzeiten, muss uns das beunruhigen. Wir setzen die russische Führung über unsere Befürchtungen in Kenntnis", sagte der israelische Premier.