RIA Novosti

Israel schließt Angriff auf Iran nicht aus

15:45 21/09/2009

Da Iran sein Atomprogramm vorantreibt, hält Israel einen militärischen Angriff auf die Islamische Republik weiter für möglich.

MOSKAU, 21. September (RIA Novosti). Da Iran sein Atomprogramm vorantreibt, hält Israel einen militärischen Angriff auf die Islamische Republik weiter für möglich.

Das sagte der israelische Vizeaußenminister Daniel Ajalon am Montag nach Angaben der Agentur Reuters. Der russische Präsident Dmitri Medwedew hatte am Sonntag in einem CNN-Interview gesagt, dass der israelische Präsident Schimon Peres ihm neulich bei einem Treffen in Sotschi zugesichert habe, dass Israel ein friedliebendes Land sei und keinen Angriff auf Iran plane. Ein Angriff Israels auf Iran wäre laut Medwedew „das Schlimmste, was man sich vorstellen kann".

„Bei allem Respekt denke ich nicht, dass der russische Präsident bevollmächtigt ist, im Namen Israels zu sprechen“, kommentierte Ajalon. Die Frage, ob Peres’ Worte eine Gewähr dafür seien, dass Israel Iran nicht angreift, verneinte Ajalon. „Wir schließen keine Variante aus.“ Israels Generalstabschef Gabi Aschkenasi sagte seinerseits, Israel habe das Recht auf Selbstverteidigung. Deshalb sei keine der Varianten ausgeschlossen.

Iran steht wegen seines Atomprogramms unter internationalem Druck. Die Vereinten Nationen befürchten, dass Teheran heimlich an Atomwaffen baut und fordern die Einstellung der Anreicherung von Uran, das für Atomwaffen genutzt werden kann. Der Weltsicherheitsrat hat auf Drängen der USA bereits mehrere Resolutionen mit Sanktionen gegen Iran verabschiedet. Die Regierung in Teheran weist die Vorwürfe zurück und setzt die Urananreicherung fort.

Der russische Staatschef Dmitri Medwedew warnte im gestrigen CNN-Interview, dass ein Krieg gegen Iran zu einer humanitären Katastrophe mit zahlreichen Flüchtlingen führen würde. Die Internationale Atomenergienbehörde (IAEA) hatte vorige Woche verkündet, es gebe keine konkreten Beweise dafür, dass Iran an Massenvernichtungswaffen baut. Für den 1. Oktober ist ein Treffen der im Atomstreit vermittelnden Sechser-Gruppe (Russland, Deutschland, China, USA, Frankreich und Großbritannien) mit iranischen Unterhändlern geplant.

 

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