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IAEO-Chef sieht Vertrauen zu Iran durch neues Uran-Projekt schwinden

Thema: Atomstreit mit Iran

15:20 30/09/2009

NEU-DELHI, 30. September (RIA Novosti). Der heimliche Bau einer zweiten Urananreicherungsanlage in Iran schürt laut der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) Misstrauen zu Teherans Atomprogramm.

„Iran musste uns an dem Tag informierten, als dieser Bau beschlossen wurde. Sie haben das nicht getan… Das hat leider die Transparenz sowie die Bemühungen der internationalen Gemeinschaft beeinträchtigt, die darauf abzielen, eine Atmosphäre des Vertrauens um Irans Atomprogramm zu schaffen“, sagte IAEA-Chef Mohammed ElBaradei am Mittwoch im indischen Sender CNN-IBN.

Er forderte die Regierung in Teheran auf, mit den internationalen Vermittlern Verhandlungen ohne Vorbedingungen aufzunehmen.

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad sagte unterdessen am Mittwoch, Teheran sei auf jedes Ergebnis des für den 1. Oktober angesetzten Genfer Ministertreffens mit den fünf Vetomächten und Deutschland vorbereitet.

„Iran hat sich auf alle Umstände gefasst gemacht. Seit mehr als 30 Jahren hat unsere Nation gelernt, auf eigenen Beinen zu stehen und jeden Wandel zu ihren Gunsten zu nutzen“, zitierte ihn die Agentur Fars.

Ende der vergangenen Woche hatte die IAEO bestätigt, dass Iran ohne ihre Genehmigung eine zweite Uran-Fabrik baut. Die Regierung in Teheran geriet international unter scharfe Kritik, auch der Kreml forderte von ihr Belege für ihre friedlichen Absichten.

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