
MOSKAU, 07. Oktober (RIA Novosti). Der venezolanische Präsident Hugo Chavez hat am Dienstag mit makabrer Ironie auf die amerikanische Besorgnis über die iranisch-venezolanische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Uranproduktion reagiert.
Als der venezolanische Bergbauminister Rodolfo Sanz im September mitgeteilt hatte, iranische Experten helfen bei der Suche nach Uran-Vorkommen in Venezuela, äußerte Washington seine Besorgnis über die sich anbahnende Zusammenarbeit auf diesem Gebiet.
Am Dienstag begrüßte Chavez seinen Minister Sanz, der sich zu einer Regierungssitzung verspätet hatte, mit der Frage: "Na, wie steht's mit dem Uran für die iranische Atombombe?", berichtet AP.
Zuvor hatte Chavez mehrmals betont, dass Iran ein "souveränes Recht" hat, Atomenergie für friedliche Zwecke zu erzeugen. Zugleich wies die venezolanische Seite stets jegliche Mutmaßungen zurück, sie würde Iran bei der Umsetzung vom dessen Atomprogramm unterstützen.
Laut vorläufigen Schätzungen ist im Westen und im Südosten Venezuelas mit beträchtlichen Uranerzvorkommen zu rechnen.
Die USA und andere Länder des Westens verdächtigen Iran der Entwicklung von Kernwaffen unter dem Deckmantel eines zivilen Atomforschungsprogramms. Der UN-Sicherheitsrat verabschiedete fünf Resolutionen, die Iran aufforderten, auf die Urananreicherung zu verzichten.
Teheran weist alle Anschuldigungen zurück und behauptet, sein Atomprogramm sei ausschließlich auf die Deckung des Energiebedarfs Irans gerichtet.