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UN-Mission in Afghanistan bestätigt massiven Wahlbetrug bei Präsidentenwahl

18:00 11/10/2009

KABUL, 11. Oktober (RIA Novosti). Fast zwei Monate nach der Präsidentenwahl in Afghanistan hat auch die UN-Mission in diesem Land (UNAMA) massive Wahlfälschungen bestätigt.

Auf einer Pressekonferenz in Kabul sprach UNAMA-Chef Kai Eide am Sonntag von einem bedeutenden Betrug bei der Wahl vom 20. August. Den Kandidaten, der von den Manipulationen profitiert habe, wolle er vorerst nicht nennen, um die noch laufende Neuauszählung der Stimmen nicht zu beeinflussen, sagte Eide.

Die afghanische Wahlkommission und die sog. Beschwerdenkommission zählen derzeit zehn Prozent der Stimmzettel in „Verdacht erregenden" Wahllokalen neu aus. Die Neuauszählung erfolgt stichprobenweise. Nach ihrem Abschluss soll über die Legitimität der bereits verkündeten Wahlergebnisse entscheiden entschieden, laut denen Präsident Hamid Karsai mit 55 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt wurde.

Vor rund zwei Wochen war Eides Stellvertreter Peter Galbraith seines Postens enthoben worden, nachdem er eine totale Neuauszählung der Stimmen in allen Verdachtsfällen gefordert hatte. Daraufhin warf Karsais Wahlgegner Abdullah Abdullah der UNAMA-Mission und persönlich deren Leiter Eide Voreingenommenheit und Unterstützung von Hamid Karsai vor.   

Fotoreihe: Abzug der Sowjettruppen aus Afghanistan

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