Ausland
Britischer Umweltminister erwartet schwierige Klima-Verhandlungen
LONDON, 15. Oktober (RIA Novosti). Auf der Klimakonferenz vom 18. bis 19. Oktober in London rechnet der britische Umweltminister Ed Miliband mit Kontroversen, die die Annahme eines neuen Dokuments zur Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen stören können.
"Klar wird es wieder zu schwierigen Diskussionen kommen und es wird nicht leicht fallen, uns auf das Dokument zu einigen, aber ich bin optimistisch gestimmt", sagte Miliband am Donnerstag.
Bei der Kopenhagener Konferenz im Dezember soll ein neues Dokument angenommen werden, das das Kyoto-Protokoll zur Regelung der CO2-Ausstoße ersetzen soll.
Verhandlungen zu diesem Thema werden schon seit geraumer Zeit geführt, stoßen aber immer wieder auf Widersprüche, weil viele ihre Produktionsmengen kaum reduzieren wollen, was den Kohlendioxid-Gehalt steigert.
Ihm zufolge kann bei der Konferenz in Kopenhagen mit einem Erfolg gerechnet werden, weil die größten Gegner des Kyoto-Protokolls - die USA, China und Indien -sich bereit erklärt haben, dem Klimawandel mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
"Alle haben gesagt, dass die USA von ihrer Position niemals abrücken wird, wir sehen aber, dass US-Präsident Obama zuletzt großen Wert auf das Problem legt. Einen riesigen Schritt hat auch Indien gemacht, die ein Gesetz über Emissionen zu verabschieden plant", fügte Miliband hinzu.
An der Konferenz in London nehmen werden 17 Staaten teil, darunter Russland, die USA, China, Kanada, Brasilien, Indien, Indonesien, Italien und Südafrika.
Laut Miliband stehen Finanzierungsprobleme, Minimierung der negativen Folgen der Klimaerwärmung und Bekämpfung des Waldsterbens auf der Tagesordnung des Treffens.

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