
TEL AVIV, 19. Oktober (RIA Novosti). Israel hat für das Problem des Ausbaus von jüdischen Siedlungen im Westjordanland eine Lösung gefunden und steht kurz vor der Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen mit den Palästinensern.
Darüber berichtren heute israelische Medien unter Berufung auf Regierungskreise.
Der Ausbau der jüdischen Siedlungen im Westjordanland ist wohl die größte Hürde für einen direkten Dialog zwischen Israel und Palästina und einer der Reizfaktoren in den Beziehungen zwischen Israel und den USA.
Nach Angaben der Zeitung "Haaretz" stellte der israelische Premier Benjamin Netanjahu bei einem Treffen mit seinem spanischen Amtskollegen Jose Luis Rodriguez Zapatero klar, dass alle Differenzen mit der US-Administration beigelegt seien.
"Wir haben mit den Amerikanern das Problem der Siedlungen gelöst. Mehr kann ich nicht sagen. Falls Sie sich für Einzelheiten interessieren, fragen Sie in Washington", zitiert "Haaretz" Netanjahu.
Die Palästinensische Autonomiebehörde (PNA), mit derer Position das Weiße Haus grundsätzlich einverstanden war, bestand auf einer kompletten Einstellung der jüdischen Siedlungspolitik. Für Israel könnte jedoch nur die Rede von einem provisorischen partiellem Moratorium sein.
Die baldige Aufnahme der Verhandlungen, die im Dezember vorigen Jahres abgebrochen worden waren, kündigte laut der Zeitung "Jerusalem Post" der Geheimdienstminister Dan Meridor am Sonntag an.
Bei einer wissenschaftlichen Konferenz in Washington sagte Meridor, dass ein Dialog zu den grundlegenden Aspekten, darunter zum Status von Jerusalem, aufgenommen werden kann. Er warnte aber vor überhöhten Erwartungen. Es sei gefährlich, Hoffnungen zu wecken, um danach enttäuscht zu werden.