
RIGA, 2. November (RIA Novosti). Lettland will im Sommer 2010 als Antwort auf die russisch-weißrussischen Übungen "Westen 2009" vom September dieses Jahres auf seinem Territorium Militärübungen durchführen.
Das meldete der staatliche lettische Fersehsender TV3 unter Berufung auf Verteidigungsminister Imants Liegis.
Das Manöver "Westen 2009" hatte vom 18. bis 29. September in Russland und Weißrussland unter Teilnahme von rund 12 500 Soldaten, 40 Flugzeugen sowie 200 Panzern, Schützenpanzern und Kampffahrzeugen von beiden Seiten stattgefunden.
Die Baltikum-Staaten äußerten große Besorgnis darüber. Der lettische Verteidigungsminister sagte vor der Presse, dass dieses Manöver einen Überfall auf die Baltikum-Staaten simuliert habe.
Obwohl Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen am 8. Oktober in Tallinn beschwichtigte, dass die Übung für keinen der Nato-Staaten eine Bedrohung dargestellt habe, forderte bereits auch Estland als Reaktion eine Nato-Übung an der Grenze zu Russland.
Zuvor hatte auch der russische Präsident Dmitri Medwedew auf den rein defensiven Charakter der Truppenübung verwiesen, die "entsprechend dem Völkerrecht durchgeführt wurde und darauf ausgerichtet war, unseren beiden Ländern bei der Entwicklung ihrer Streitkräfte und beim Schutz unserer Staaten sowie unseres Unionsstaates zu helfen". Fotoreihe: Präsident Medwedew auf dem Truppenübungsplatz "Chmeljowka"