Ausland
Wahlbehörde erspart Karsai Stichwahl - Spannungen befürchtet
MOSKAU, 02. November (RIA Novosti). Hamid Karsai bleibt Afghanistans Präsident: Die Wahlbehörde hat ihn ohne Stichwahl zum Sieger erklärt. Experten erwarten neue Spannungen am Hindukusch.
Da Karsais Herausforderer Abdullah Abdullah seine Teilnahme an der Stichwahl abgesagt hatte, sagte die Wahlbehörde am Montag die Stichwahl ab und erklärte den derzeitigen Präsidenten zum Sieger.
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon betonte, die UNO werde jede Entscheidung der afghanischen Wahlbehörde akzeptieren.
Der Chef der Behörde, Azizullah Ludin, wies am Montag im afghanischen Fernsehen Abdullahs Vorwurf der Voreingenommenheit zurück. Abdullah habe mit seinem Boykott die ganze Präsidentenwahl vereiteln können.
Die internationale Denkfabrik International Crisis Group erklärte am Montag, Abdullah Entscheidung habe zur „politischen Ungewissheit“ am Hindukusch beigetragen.
Am Sonntag hatte Ex-Außenminister Abdullah gesagt, die Wahlbehörde agiere im Interesse des derzeitigen Präsidenten, und seine Teilnahme an der Stichwahl abgesagt. Karsai sagte, er bedauere diese Entscheidung und trete bei Bedarf alleine zur Stichwahl an. Die Wahlbehörde sparte ihm aber mit ihrer Entscheidung Zeit.

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