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Ausland

Lawrow nach Sarajevo: Bosnien-Regelung und bilaterale Zusammenarbeit im Mittelpunkt

10:26 05/11/2009

MOSKAU, 05. November (RIA Novosti). Russlands Außenminister Sergej Lawrow wird am Donnerstag während seines eintägigen Arbeitsbesuchs in Bosnien und Herzegowina die Regelung in Bosnien und bilaterale Beziehungen besprechen.

Wie der offizielle Sprecher des Außenministeriums, Andrej Nesterenko, in einem RIA-Novosti-Gespräch mitteilte, wird Lawrow mit seinem bosnischen Amtskollegen und mit anderen Spitzenvertretern der bosnischen Regierung zusammentreffen.

Moskau hofft darauf, dass Lawrows Besuch in Sarajevo für die Durchsetzung der russischen Positionen zum Balkan-Problem von großer Bedeutung sein wird. Dabei soll die erhöhte Aufmerksamkeit berücksichtigt werden, die der Lage in Bosnien und Herzegowina im Kontext der internationalen Beziehungen um die Festigung von Frieden und Sicherheit in dieser Region geschenkt wird.

"Wir setzen uns für eine strikte Einhaltung der Dayton-Prinzipien der Staatsstruktur von Bosnien und Herzegowina, für die Einheit und territoriale Integrität dieses Landes, für eine Steigerung der Effektivität der zentralen gesamtbosnischen Machtorgane bei der Einhaltung des vom Grundgesetz des Landes festgelegten Status und der Vollmachten der Gliedstaaten - Föderation Bosnien und Herzegowina sowie Republika Srpska sowie der Gleichberechtigung der drei staatsbildenden Völker - Serben, Kroaten und moslemische Bosniaken ein", sagte der Sprecher.

Wesentliche Änderungen der Dayton-Konstruktion seien nur "bei einem Konsens aller Völker möglich", hieß es.

"Wir sind davon überzeugt, dass Voraussetzungen für eine Auflösung des Apparats des Hohen Vertreters reif sind", sagte der Sprecher. Dieser soll in eine "Mission des EU-Sondervertreters umgewandelt werden, wobei die außerordentlichen ‚Bonner Vollmachten' unbedingt abgeschafft werden müssen".

Moskau stelle mit Genugtuung eine kontinuierliche Entwicklung der bilateralen Beziehungen fest, so Nesterenko. "Eine ausschlaggebende Rolle beim bilateralen Zusammenwirken spielt heute unsere Zusammenarbeit mit der Republika Srpska, deren Führung aufrichtig bestrebt ist, unsere Positionen zur Problematik der bosnischen Regelung zu koordinieren, eine enge geschäftliche Partnerschaft in die Wege zu leiten sowie den Austausch in Kultur, Forschung, Bildung und im humanitären Bereich zu intensivieren. Dieser Kurs der Spitzenvertreter des serbischen Teils von Bosnien und Herzegowina findet ein überaus positives Echo in Moskau."

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