Ausland
Castro sieht Lateinamerika durch US-Basen in Kolumbien gefährdet
MOSKAU, 05. November (RIA Novosti). Der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro hat den Vertrag über US-Militärbasen in Kolumbien als Verstoß gegen ethische Normen und Bedrohung für ganz Lateinamerika gebrandmarkt.
Das Ende Oktober in Kolumbien geschlossene Abkommen gefährde nicht nur das Nachbarland Venezuela, sondern auch alle Völker von Süd- und Zentralamerika, schrieb Castro in seinem jüngsten Pressebeitrag.
Mit dem Vertrag habe die US-Regierung gegen „gesetzliche, ethische und Verfassungsnormen“ verstoßen.
„Ein Land wie Kuba weiß ganz gut: Nachdem die Vereinigten Staaten einen Militärstützpunkt aufgezwungen haben, gehen sie nur weg, wenn sie selbst das wünschen. Oder sie bleiben, wie das in Guantanamo der Fall war“, hieß es.
Laut dem neuen Vertrag mit Kolumbien darf das Pentagon sieben Marine- und Luftwaffenbasen dort nutzen.
Kolumbiens im August angekündigte Zustimmung für den Vertrag hatte die Konfrontation Venezuela eskalieren lassen. Der venezolanische Präsident Hugo Chavez beklagte eine zunehmende „imperialistische Bedrohung“ und sagte, Kolumbiens Entscheidung könne einen Krieg provozieren.

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