Ausland
Nicaragua geißelt US-Militärbasen als „Kriegssymbol“
MOSKAU, 09. November (RIA Novosti). Nachdem Venezuelas Führung einen Krieg wegen der neuen US-Basen in Kolumbien nicht ausgeschlossen hat, geißelt nun auch Nicaragua die Militärpräsenz der Vereinigten Staaten in Lateinamerika.
„Diese Enklaven sind Symbole des Krieges… Wir wollen keinen neuen Krieg in Lateinamerika“, zitierten lateinamerikanische Medien am Montag den nicaraguanischen Präsidenten Daniel Ortega.
Die US-Basen gefährden laut Ortega die „Souveränität des kolumbianischen Volkes und aller Völker Lateinamerikas“. Er plädierte dafür, dass die Militärstützpunkte vom Kontinent und aus der Karibik „für immer verschwinden“.
Nachdem Kolumbien Ende Oktober den USA sieben Militärbasen zur Verfügung gestellt hatte, warf Venezuelas Präsident Hugo Chavez dem Nachbarland vor, zu einem „US-Bundesstaat“ zu mutieren. Chavez befürchte eine Aggression gegen Venezuela, die dann auf einen Krieg in ganz Lateinamerika hinauslaufen werde.
Kolumbiens Regierung erwiderte, ihre Zustimmung zu den US-Basen trage lediglich zur Drogenbekämpfung bei und richte sich keineswegs gegen Venezuela. Kolumbien bat die Organisation amerikanischer Staaten und die Vereinten Nationen um Vermittlung.

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