Ausland
Wandlungen in der UdSSR waren ausschlaggebend für Fall der Berliner Mauer - Medwedew
BERLIN, 09. Oktober (RIA Novosti). Der Fall der Berliner Mauer ist ohne Wandlungen in der damaligen Sowjetunion und einigen anderen Ländern nicht möglich gewesen.
Das sagte Russlands Präsident Dmitri Medwedew am Montag bei den Feierlichkeiten in der Hauptstadt des wiedervereinigten Deutschland anlässlich des 20. Jahrestages des Mauerfalls. "Wir dürfen nicht vergessen, dass der Mauerfall unmittelbar aus Wandlungen resultierte, die sich damals in der Sowjetunion ... durchgesetzt hatten." Medwedew wies auf die entscheidende Rolle der Sowjetunion sowohl bei der Zerschlagung des Nazismus als auch bei der friedlichen Wiedervereingiung Deutschlands 44 Jahre danach hin. Diese beiden Ereignisse hätten Europa Freiheit und Fortschritt gebracht und seien ein Wendepunkt im Schicksal der ganzen Welt gewesen.
Die Berliner Mauer: Das Leben davor und danach.INFOgraphiken
Medwedew zufolge hatte die Berliner Mauer nicht nur ein Volk in zwei Teile geteilt, sondern war auch eine Trennlinie zwischen Völkern Europas gewesen. "Wir dürfen nicht vergessen, dass der Weg zur deutschen Einheit dank der offenen Position einer Vielzahl von Menschen, darunter dank der Position der damaligen sowjetischen Führung geebnet wurde. Dank (dem Mauerfall) konnten sich Familien wieder vereinigen. Menschen konnten nun endlich einander sehen, der eiserne Vorhang fiel, die Grenzen waren weg", sagte der russische Präsident.
Die rund 160 Kilometer lange Berliner Mauer war Anfang der 1960er Jahre gebaut worden. Erst am 9. November 1989 wurde die innerdeutsche Grenze abgeschafft: Kurz vor Mitternacht wurden die ersten Schranken zwischen Ost- und Westberlin abgetragen. Nach weniger als einem Jahr wurden die beiden Teile Deutschlands wiedervereinigt.

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