Ausland
Iran rügt Russland wegen ausbleibender S-300-Lieferungen
MOSKAU, 13. November (RIA Novosti). Der iranische Generalstab zeigt sich mit den „russischen Freunden“ unzufrieden und bekräftigt Teherans Aufforderung, mit den vereinbarten Lieferungen von S-300-Luftabwehrsystemen zu beginnen.
„Wir sind mit der Vorgehensweise unserer russischen Freunde unzufrieden“, zitierte die iranische Nachrichtenagentur Mehr am Freitag Generalstabchef Seyyed Hassan Firuzabadi.
„Warum wird der Vertrag, nach dem Iran S-300-Raketen (Fotostrecke) für Verteidigungszwecke erhalten soll, trotz der zwischen den beiden Staaten getroffenen Vereinbarungen nicht erfüllt?“, hieß es
Da Teheran den Kreml nun an den Vertrag erinnert habe, werden nun hoffentlich die Lieferungen beginnen, so Firuzabadi.
Erst vor zwei Tagen hatte die Agentur Ilna den iranischen Verteidigungsminister Ahmad Wahidi mit den Worten zitiert, Russland solle mit den Lieferungen beginnen, um international nicht als „unverlässlicher Partner“ zu gelten.
Der russische Vizepremier Sergej Iwanow hatte Ende Oktober erklärt, Russland liefere zurzeit keine S-300-Raketen an Iran. Ein Beamter der russischen Rüstungsindustrie sagte RIA Novosti, der Kreml habe noch nicht entschieden, ob es zu diesen Lieferungen komme.
Der Liefervertrag war im Dezember 2005 unterzeichnet worden. Ob und wann die Auslieferung beginnt, wurde bislang allerdings nicht bekannt gegeben. Die Zeitung „Wedomosti“ berichtete am 22. Oktober, Russland habe den Vertrag auf Eis gelegt.

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