Ausland
Russland erfüllt strikt seine Verpflichtungen bei AKW-Bau im Iran
MOSKAU, 17. November (RIA Novosti). Moskau und Teheran kooperieren beim Bau des Atomkraftwerks Buschehr am Persischen Golf in strikter Übereinstimmung mit den entsprechenden internationalen Verpflichtungen Russlands.
Das sagte der amtliche Sprecher des russischen Außenministeriums, Andrej Nesterenko, am Dienstag vor der Presse in Moskau. "Die mit dem Bau des Kraftwerks verbundenen Fragen sollten nicht mit den Verhandlungen über die Lösung des iranischen Atomproblems in Verbindung gebracht werden", sagte er.
Am selben Tag hatte Russlands Außenminister Sergej Lawrow erklärt, er sehe keinen Zusammenhang zwischen den Iran-Verhandlungen und dem Bau des Atomkraftwerks in Buschehr. "Hierbei gibt es keine Politik: Gelöst werden ausgesprochen technologische Probleme", sagte er.
Am Montag hatte Russlands Energieminister Sergej Schmatko mitgeteilt, dass der erste Reaktor in Buschehr nicht wie geplant in diesem Jahr, sondern möglicherweise erst 2010 hochgefahren wird. Russland werde das Projekt bis zum Ende führen. "Wir haben bereits Kernbrennstoff an den Iran geliefert. Der Reaktor wird gegenwärtig eingefahren. Dabei wird der Gewährleistung der Betriebssicherheit die allerhöchste Priorität eingeräumt. Nach Beendigung aller erforderlichen Vorbereitungsarbeiten und Erprobungen wird der Reaktor zu den mit der iranischen Seite abzustimmenden Terminen hochgefahren", versicherte der Minister.

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