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Türkische Null-Probleme-Politik in Aktion - Osmanen eröffnen Botschaften in Nordafrika

20:06 24/11/2009

ANKARA, 24. November (RIA Novosti). Die Türkei will sein Konzept "Null Probleme mit den Nachbarn" weiter durchsetzen und in den Kreis der Nachbarn Nordafrika aufnehmen.

Wie die türkische Zeitung "Yeni Safak" am Dienstag Außenminister Ahmet Davutoglu zitierte, "hat sich die Dynamik dieser Politik beschleunigt, die Zusammenarbeit mit den Nachbarländern hat einen Höhepunkt erreicht".

Der türkische Außenminister hat in seinem Zeitungsinterview die Türkei als Nachfolgerin des Osmanischen Reiches bezeichnet.

"Man nennt uns neue Osmanen. Ja, wir sind neue Osmanen, und wir sind verpflichtet, Interesse für die Länder der Region zu zeigen. Mehr noch, wir öffnen uns für Nordafrika", sagte Davutoglu.

Der türkische Außenminister verwies auf sein Gespräch mit US-Ex-Präsident Bill Clinton. Clinton fragte damals nach den Gründen des gestiegenen Interesses der Türkei für die umliegenden Regionen.

"Wenn man rund um die Türkei einen Kreis mit einem Durchmesser von eintausend Kilometern zeichnet, so geraten in diesen Kreis 20 Länder, und in einen Kreis mit einem Durchmesser von dreitausend Kilometern passen 70 Staaten hinein. Wie viele Länder befinden sich in einem Durchmesser von dreitausend Kilometern rund um die USA?", fragte damals Davutoglu den Ex-Präsidenten.

Im Interview teilte der türkische Minister auch mit, dass er Weisungen erteilt habe, die türkischen Botschaften in den afrikanischen Ländern an den schönsten Orten einzurichten, die von weit aus zu sehen sind.

"Ich habe angewiesen, dass, in welches afrikanische Land Sarkozy auch reist, er als erstes die türkische Botschaft und unsere Nationalflagge sieht. Die Gebäude unserer Botschaften werden in den malerischsten Gegenden liegen", sagte der Minister.

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy ist einer der Gegner des türkischen EU-Beitritts und schlägt der Türkei den Status eines EU-Partners vor. Die Türkei lehnt diese Variante als Alternative zur Integration in die europäische Union ab.

2005 wurden die Verhandlungen über den EU-Beitritt der Türkei aufgenommen. Nach Prognosen der Experten kann Ankara in zehn bis 15 Jahren ein vollberechtigter EU-Mitgliedsstaat werden.

 

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