Ausland
Gipfel in Caracas: Ahmadinedschad bei Chavez zu Gast
MOSKAU, 26. November (RIA Novosti). Hugo Chavez und Mahmud Ahmadinedschad haben am Mittwoch bei ihrem Treffen in der venezolanischen Hauptstadt Caracas die gegenseitigen Sympathien gefühlsbetont bekräftigt. Der iranische Präsident hat Chavez als "großen Revolutionär", Bruder und Freund bezeichnet, der Präsident von Venezuela nannte Ahmadinedschad "Gladiator des antiimperialistischen Kampfes", Bruder und Kampfgefährten.
Wie die venezolanische Tageszeitung "El Universal" weiter mitteilte, haben die beiden Staatschefs den Willen bekundet, ihre Beziehungen "angesichts der imperialistischen Bedrohung" zu festigen.
Venezuela ist nach Brasilien und Bolivien die dritte Station der Lateinamerika-Reise Mahmud Ahmadinedschads.
"Chavez ist ein großer Revolutionär. Ich bin sein Bruder und Freund, das ist eine Ehre für mich. Wir werden den Weg zusammen bis zum Ende gehen", erklärte der iranische Staatschef beim Empfang im Miraflores- Palast in Caracas.
Hugo Chaves nannte seinen Amtskollegen "Gladiator des antiimperialistischen Kampfes" und einen Verbündeten im Kampf von "zwei freien Ländern" gegen den "US-Imperialismus".
Chavez verurteilte auch die westlichen Medien, die darauf verzichten, die Drohungen des israelischen Präsidenten Simon Peres an die Adresse von Venezuela und Iran zu kritisieren.
Bei seinem kürzlichen Argentinien-Besuch äußerte Peres, dass Chavez und Ahmadinedschad "bald verschwinden" werden, weil "ihre eigenen Völker ihrer müde geworden sind".
"Was der Präsident von Israel gesagt hat, fassen wir als eine Drohung auf und werden entsprechend handeln", sagte der venezolanische Staatschef am Mittwoch.
Venezuela wird ihm zufolge keine Sanktionen gegen Iran und das Atomprogramm "des Bruderlandes" beschließen. "Ich bin sicher, dass Iran keine Atombombe entwickelt", fügte Chavez hinzu.
Beim Gipfeltreffen in Caracas wurden über 40 Abkommen über die Zusammenarbeit in Handel, Tourismus, Landwirtschaft, Energiewirtschaft, Wissenschaft und die Entwicklung von Technologien unterzeichnet.
Die Seiten kamen unter anderem über eine neue touristische Reiseroute Teheran-Caracas und über den gemeinsamen Kampf gegen das Elend und die Hungersnot in der Welt überein.
Es ist bereits der vierte offizielle Besuch des iranischen Präsidenten in Venezuela, beide Länder gelten seit Jahren als Verbündete.

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