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EU hält Maßnahmen zu Bekämpfung globaler Erwärmung für unzureichend

11:04 | 30/ 11/ 2009

PEKING, 30. November (RIA Novosti). Die Europäische Union hält die Maßnahmen zur Bekämpfung der globalen Erwärmung für unzureichend und ist der Auffassung, dass die Teilnahme Chinas daran unbedingt notwendig ist.

Das sagte der Premier des EU-Vorsitzlandes Schweden Frederik Reinfeldt am Montag.

"Derzeit reicht die globale Initiative zur Reduzierung der Emissionen von Treibhausgasen nicht aus. Es gilt, mehr zu tun", betonte er auf dem Gipfel EU-China in Nanjing.

"Wir werden ohne ein verantwortungsvolles Herangehen Chinas nicht gegen die entsprechenden Herausforderungen kämpfen können", äußerte der schwedische Premier.

In der vorigen Woche teilte China mit, dass es die Absicht habe, gegen 2020 die CO2-Emissionen relativ zu Wirtschaftsleistung im Vergleich zu 2005 um 40 bis 45 Prozent zu reduzieren.

Auf dem Gipfel unterzeichneten die Spitzenvertreter der Europäischen Union und Chinas fünf Vereinbarungen. Die wichtigsten davon gelten dem Klima. Das sind ein Memorandum über gegenseitige Verständigung beim Projekt zur Reduzierung der Emissionen von Treibhausgasen bei der Kohleverbrennung (Near Zero Emission Coal Project) und ein Vertrag zur Finanzierung eines bilateralen Programms für die Umweltverwaltung (EU-China Environmetal Governance Programme).

Zuvor hatte Jose Manuel Barroso, Vorsitzender der Europäischen Kommission gesagt, dass Peking und Brüssel eine Woche vor der Konferenz zu Problemen der Klimaänderungen in Kopenhagen (Dänemark) betonen wollen, dass es notwendig sei, globale und ambitionierte Entscheidungen in dieser Richtung zu treffen.

Im Dezember wird in Kopenhagen die UN-Konferenz zu Problemen der Klimaänderung in der Welt abgehalten.

Es ist geplant, dass auf dem Gipfel ein neues internationales Dokument unterzeichnet wird, das das Kyoto-Protokoll - das erste globale Abkommen über den Umweltschutz - ablösen wird.

Das Kyoto-Protokoll ist ein internationales Abkommen, das in der japanischen Stadt Kyoto im Dezember 1997 in Ergänzung der UN-Rahmenkonvention zur Klimaänderung angenommen worden war.

Dieses Protokoll verpflichtet die Industriestaaten und die Länder mit einer Übergangswirtschaft, die Emissionen von Treibhausgasen in den Jahren 2008 bis 2012 im Vergleich zu 1990 zu reduzieren oder zu stabilisieren.


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