Ausland
Irans Parlamentschef plädiert für diplomatische Lösung des Atom-Problems
MOSKAU, 30. November (RIA Novosti). Eine politische Regelung des iranischen Atom-Problems ist trotz der neuesten Zuspitzung immer noch möglich. Diese Meinung äußerte Irans Parlamentschef Ali Laridschani.
"Ich bin immer noch der Ansicht, dass eine diplomatische Lösung möglich ist, der Westen muss diese Möglichkeit wahrnehmen, damit Iran seine Aktivitäten unter Kontrolle der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO fortsetzen kann", zitiert die Nachrichtenagentur IRNA den Politiker.
Nur eine politisch-diplomatische Regelung des iranischen Atomproblems im Rahmen der IAEO würde den westlichen Ländern die Möglichkeit bieten, sich vom friedlichen Charakter des iranischen Atomprogramms zu überzeugen. Dabei müssten aber die Rechte Irans respektiert werden.
Wenn aber der Westen "zu politischen Tricks und Betrug greift, so wird auch Iran ganz bestimmt seine Haltung dazu ändern", fügte Laridschani hinzu. "Der Westen muss begreifen, dass Iran seine Atomaktivitäten im Rahmen der IAEO-Regeln gestaltet, deshalb muss auch die Einhaltung der Rechte Irans gesichert."
Zuvor hatte der iranische Parlamentschef gemahnt, dass Teheran seine Zusammenarbeit mit der IAEO auf ein Minimum reduzieren würde, nachdem die Atombehörde am 27. November eine Resolution verabschiedet hatte, die den Bau des 2. Urananreicherungswerks in der Nähe der Stadt Qum 100 Kilometer südlich von Teheran verurteilte.

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