Ausland
Neue Afghanistan-Strategie: Japan legt weiterhin Schwerpunkt auf humanitäre Hilfe
Thema: Lage in Afghanistan
TOKIO, 02. Dezember (RIA Novosti). Japan hat nicht vor, seine Hilfe für Afghanistan im Zusammenhang mit der von den USA verkündeten neuen Strategie für dieses Land zu vergrößern.
Das teilte Hirofumi Hirano, Generalsekretär der japanischen Regierung, am Mittwoch mit.
"Wir werden weiterhin fünf Milliarden Dollar im Laufe von fünf Jahren bereitstellen", sagte er. "Es handelt sich dabei hauptsächlich um humanitäre Hilfe. Unseres Erachtens ist das der beste Weg für die Unterstützung Afghanistans."
Nach dem für den Januar 2010 geplanten Abschluss der Mission der japanischen Selbstverteidigungskräfte im Indischen Ozean, die im Nachtanken von Schiffen der Antiterrorkoalition und deren Versorgung mit Trinkwasser besteht, wolle sich Japan ausschließlich auf humanitäre und soziale Projekte der Unterstützung Afghanistans umstellen, hieß es.
Unter anderem wolle Japan das Berufsausbildungssystem für die ehemaligen Taliban-Milizen im Interesse deren Sozialisierung sowie die Infrastruktur der afghanischen Hauptstadt entwickeln. Weitere Projekte gelten der Landwirtschaft und der finanziellen Unterstützung der afghanischen Polizei.

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